Kindertagesstätte „Marie Juchacz“

Einrichtungsleitung

Frau Marie Brede

Seelbacherstraße 64

65510 Idstein

Tel 0162 87 97 63 2

E-Mail juchacz@awo-rtk.de

Unsere Leitziele

Unsere Leitziele orientieren sich am Leitbild der Arbeiterwohlfahrt.

Solidarität – Toleranz – Freiheit –  Gleichheit

Dies alles zusammen bedeutet für uns Gerechtigkeit im Umgang miteinander.

Demokratie im Miteinander mit den Kindern bedeutet für uns: das Kind bestimmt mit anderen, was im Kitaalltag passiert. Die Kinder werden von uns in ihrer Entwicklung in den verschiedensten Bereichen wie z. B. Entscheidungsfähigkeit, Planungsfähigkeit und Kritikfähigkeit unterstützt. Hierdurch werden sie in ihrer Selbständigkeit, sowie in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt und lernen sich verbal zu äußern, Kompromisse einzugehen, Ressourcen der Gemeinschaft zu nutzen. Ein weiteres wichtiges Leitziel ist für uns die Wertschätzung unserer Mitmenschen.

Unsere Gruppenstruktur

Unsere Einrichtung ist eine Kindertagesstätte mit fünf Gruppen. Vier Regelgruppen bieten Platz für maximal je 25 Kindern im Alter von 3 bis 6 Jahren. Die Krippengruppe, in der die Kinder von 1 bis 3 Jahren betreut werden, hat eine Platzkapazität von 12 Kindern. Diese Gruppe befindet sich im unteren Bereich der Kita.

Unser Team

Das Team der Kindertagesstätte „Marie Juchacz“ besteht aus aktuell 4 Fachkräften.

Das Team der Küche, die Reinigungskräfte sowie ein Hausmeister werden von der AWO Rheingau-Taunus Service GmbH gestellt.

Unsere Öffnungszeiten

Unsere Kita hat ganzjährig Montag bis Donnerstag von 07.30 Uhr bis 16.30 Uhr, am Freitag bis 16:00 Uhr geöffnet. Geschlossen ist die Kita „Marie Juchacz“ 2 Wochen in den Sommerferien, sowie zwischen Weihnachten und Neujahr. An den Brückentagen ist unsere Einrichtung geöffnet und es besteht die Möglichkeit der Notbetreuung für alle berufstätigen Eltern.

Unser Tagesablauf

7.30 Uhr                        Frühbetreuung

8.00 Uhr                        Freispiel in den Gruppen

9.00 Uhr                        Morgenkreis

10.00 Uhr                      Ende der freien Frühstückszeit

anschließend Projektarbeit, angeleitete Angebote, Sprachförderung, Freispiel

11.30 / 11.45 Uhr       Mittagessen

anschließend Ruhen/ Schlafen oder Freispiel

13.30 Uhr                                   Abholzeit für Kinder mit 6-h Plätzen

Ganztagsbetreuute Kinder      Freispiel / angeleitete Projekte

14.30 / 15.00 Uhr                    Nachmittagssnack

16:00 / 16.30 Uhr                    Kita schließt

Unsere Essensabläufe

Die Kinder haben die Möglichkeit am freien Frühstück teilzunehmen. Jeden Morgen steht ihnen in den Gruppenräumen ein Frühstückstisch mit Geschirr und Getränken zur Verfügung. Die Auswahl der Getränke erstreckt sich auf stilles Mineralwasser, Mineralwasser Medium, Milch und bei Wunsch der Kinder auch ungesüßten Tee. Das Essen wird von der Firma Apetito geliefert. Obst und Gemüse der Saison ergänzen das Angebot.

Gemäß unserer AGBs ist die Teilnahme am pädagogischen Mittagessen für alle ganztags betreuten Kinder und für 6h-Kinder Pflicht.

Unser Krippenbereich

Die Krippengruppe ist eine Betreuungsform für Kinder im Alter von 1-3 Jahren. Das Kind benötigt eine liebevolle Unterstützung und Begleitung durch Eltern und Fachkräfte. Mit Neugier und Lernfreude meistert es seine eigene Entwicklung. Die Grundbedürfnisse wie emotionale Zuwendung, Nahrungsaufnahme, Wickeln, Schlafen sind ein wichtiger Bestandteil der täglichen Arbeit. Wir betreuen maximal 12 Kinder in einem geschützten Rahmen und schaffen ihnen dadurch ein stabiles Umfeld. Die Fachkräfte geben den Kindern einen strukturierten Tagesablauf, wobei feste Rituale eingebunden sind. Diese schließen den Morgenkreis, das Frühstück, Zähneputzen, Wickeln, Mittagessen, Schlafen und das freie Spiel ein. In unserer Arbeit mit den Krippenkindern sind die Fachkräfte ein sprachliches Vorbild. Der tägliche Kontakt mit den Eltern, ist ein sehr wichtiger Bestandteil für den Informationsaustausch zwischen Eltern und Fachkräften (zum Beispiel: wie gut geschlafen, gesundheitliche Situation…). Von der Eingewöhnung des Kindes bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres legen wir großen Wert auf die Kooperation mit den Erziehungsberechtigten. Bei der Eingewöhnung der Kinder, nach dem Berliner Modell, geben wir den Kindern den Raum und die Zeit in der Gruppe anzukommen.

Unsere kreative „Seite“

Kreativität bezieht sich nicht nur auf Bereiche des bildnerischen Gestaltens, wie Malen, Schneiden und Basteln, sondern auch auf die Interessen und Neigungen des Kindes. Kreativität schlummert in jedem Kind und bedarf der Unterstützung zu seiner optimalen Entfaltung. Den Kindern werden zahlreiche Möglichkeiten geboten ihre Kreativität frei zu gestalten. Sei es mit verschiedenen Materialien, wie zum Beispiel: Farben, Baumaterialien (Steine, Gips, Sand, Holz, Metall, Ton, Kunststoff, Plastik…) oder mit verschiedenen Techniken (Linolschnitt, sägen, prickeln, hämmern, schöpfen, kneten, schleifen…). Hinzu kommen Musik, Sprachangebote und Bücher (Kinder lieben Geschichten, hören zu und wandeln sie spielerisch in eigenes Erleben um.) Im Rahmen der Sprachförderung werden die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten genutzt, wie zum Beispiel durch Reimen, Geschichten erfinden, Rollenspiele, verschiedene Literatur kennen lernen.

Unsere Idee des „Spielens“

Im Tagesablauf hat das Spiel einen hohen Stellenwert und gibt den Kindern für ihre persönliche Entfaltung Freiräume.

Das Spiel umfasst alle Bereiche in denen das Kind eine Beschäftigung findet und damit einen Lerneffekt erzielt. Wie und was das Kind spielt, entscheidet es selbst, es kann durch die Fachkräfte zusätzlich erweitert und gestärkt werden. Das Spiel benötigt in der Regel keine große Vorbereitung, da dieses häufig aus dem Moment heraus entsteht. Die dafür benötigten Materialien stellen die Fachkräfte jederzeit zur Verfügung, sofern diese von den Kindern erwünscht sind. Das Spielverhalten ermöglicht den Kolleg*innen aktuelle Einblicke in den Entwicklungsstand der Kinder. Diese werden im Austausch mit den Eltern analysiert und besprochen. Das Lebensumfeld der Kinder gibt genügend Raum um zu beobachten und wahrzunehmen was um sie herum geschieht. An einer Umgestaltung des Spielraumes, werden die Kinder einbezogen. Dadurch wird ihnen die Möglichkeit gegeben, ihren Spielraum so zu gestalten wie sie ihn sich wünschen, in welchem sie auch ihr Spiel unbeobachtet verrichten können. Da besonders im Spielgeschehen soziale Kontakte entstehen und die Kinder sich mit ihren Stärken einbringen und voneinander lernen wird die soziale Kompetenz gefördert. Kinder benötigen viele Gelegenheiten um mit anderen Kindern ins Gespräch zu kommen. Im Spiel lernen sie ebenfalls ihre Emotionen und Bedürfnisse besser auszudrücken.

Alle Spielformen, wie zum Beispiel Rollen-, Sprach-, Bewegungsspiel… ermöglichen ihnen den Freiraum zum spielerischen Erwerb von Fähigkeiten die sie für das Leben in der Gemeinschaft benötigen.

Unsere Integrationsmöglichkeiten

Wir bieten in unserer Kita auch Kindern mit Behinderung und Kindern, die von Behinderung bedroht sind, eine wohnortnahe Betreuung an.

Wir verstehen unter Integration das Einbinden und Befähigen von jedem einzelnen Individuum in ein soziales Gefüge. Es werden Kinder mit kognitiven und körperlichen Beeinträchtigungen in das Alltagsgeschehen eingebunden und in ihrer Entwicklung begleitet und unterstützt. Die Kindergruppen werden auf die Besonderheiten des einzelnen Kindes sensibilisiert und lernen einfühlsam miteinander umzugehen. Jedes einzelne Kind wird dort abgeholt, wo es in seiner Entwicklung steht. Dabei orientieren wir uns primär an seinen Stärken. Den Kindern wird genügend Freiraum gegeben, um sich zu entfalten oder aber auch den Freiraum, um sich zurückziehen zu können.

Unsere interkulturellere Arbeit

Unter interkulturell verstehen wir das Einbinden und Integrieren von verschiedenen Kulturen in unserer Kindertagesstätte. Der wertschätzende Umgang mit Kindern und ihren Erziehungsberechtigten hat für uns die höchste Priorität. Für die Kindertagesstätte bedeutet die Aufnahme von Kindern mit anderer Herkunft sowohl eine besondere Herausforderung, aufgrund der Verständigungsprobleme die vorhanden sind, als auch eine Bereicherung da neue Lernerfahrungen durch die kulturelle Vielfalt gegeben sind.

Da einige Eltern keine Vorstellungen von einer Kindertagesstätte haben, ist die Aufgabe der Fachkräfte hier zu informieren. Es werden immer Führungen durch die Kindertagesstätte und die Gruppen angeboten.

Bei Aufnahmegesprächen sind neben der Entwicklung und den besonderen Bedürfnissen des jeweiligen Kindes auch die Lebensbedingungen der Familie und die Migrationserfahrungen zu erfassen. Wir ermutigen die Erziehungsberechtigten, die als Vorbild ihrer Kinder dienen, die deutsche Sprache zusätzlich neben der Muttersprache zu benutzen.

Die Erziehungsberechtigten dürfen und sollen ihre kulturellen Hintergründe in die Arbeit mit dem Fachpersonal einbringen. Dabei können Feste von den Erzieherinnen mit den Eltern zusammen geplant und durchgeführt werden, beispielsweise gemeinsames Kochen, Backen, Tanzen, Feste feiern und gestalten.

Dank vielfältiger Kulturen die in der Kindertagesstätte vorhanden sind, ist das gegenseitige Akzeptieren, Tolerieren und Integrieren unterschiedlicher Lebensformen in der Regel gegeben. Interkulturalität bezeichnet also nicht nur die Überschreitung der Grenzen zwischen den Kulturen, sondern signalisiert besondere Aufmerksamkeit auf die vielfältigen kulturellen Formationen auch innerhalb einer Kultur.

Unser Umgang mit Sprache

Sprache findet ganztägig im pädagogischen Prozess statt. Ebenso wichtig wie die Sinneswahrnehmung ist die Wahrnehmung der eigenen Gefühle, um Sprache zu begreifen. Die Gefühle der Kinder (Freude, Trauer, Stolz, Wut, Enttäuschung…) werden wahrgenommen, aufgegriffen und beispielhaft verbalisiert.

Wir möchten, dass alle Kinder zur sprachlichen Mitteilung und Verständigung angeregt werden, dazu befähigt werden, Erlebtes sprachlich wiederzugeben und zu lernen ihre Konflikte verbal und dadurch gewaltfrei auszutragen.

Für Kinder, die die deutsche Sprache erst lernen, sei es aufgrund ihres Alters oder weil sie in der Familie eine andere Sprache sprechen, ist es wichtig, dass sie den Mut zum Sprechen finden und so oft wie möglich Gelegenheit haben, ihr sprachliches Können unter Beweis zu stellen. Sprachförderung findet sowohl in Kleingruppen als auch im Gruppenalltag statt. Der unbefangene Umgang mit Büchern hilft den Mut zu finden, sich in der Sprache zu üben.

Unsere literaturpädagogische „Seite“

Die Kinder haben bei uns immer Zugang zu Büchern. In jeder Gruppe gibt es einen Lesebereich, der für jedes Kind, auch im Freispiel, frei nutzbar ist. Dieser Lesebereich ist so eingerichtet, dass er im Schwerpunkt für das Vorlesen genutzt wird. Es gilt die Regel, dass der/die Kolleg*in beim Vorlesen nicht gestört werden darf. Vorlesezeit ist störungsfreie Zeit.

Im Sitzkreis wird täglich eine kurze Geschichte vorgelesen. Dabei haben die Kinder die Möglichkeit, ihren Buch-Geschmack zum Ausdruck zu bringen. Ebenso wichtig ist die Erstellung eigener Bücher. Dies geschieht über die Portfolios, aber auch über einfache Bindungen von Bilder-Sammlungen, bebilderten Gruppenbüchern etc. Auch Kreativangebote wie u.a. das gemeinsames Gestalten von Bilderbüchern gehört dazu.

Eltern haben die Möglichkeit, zu bestimmten Terminen als Vorlesende die Gruppe zu besuchen. Eine wichtige Rolle spielen Aushänge, in denen dargestellt wird, mit welchen Büchern und literaturpädagogischen Themen sich die Gruppe gerade beschäftigt.

Unsere Vorschulkinder

Um den Kindern einen angenehmen Start in die Schule zu ermöglichen, arbeiten wir eng mit den zwei örtlichen Grundschulen, GS „Auf der Au“ und GS „Taubenberg“ zusammen. Es findet in regelmäßigen Treffen ein gemeinsamer Austausch statt, bei dem es darum geht, die Kinder optimal auf die neuen Anforderungen und die neue Umgebung vorzubereiten. Bei den regelmäßigen Besuchen in den örtlichen Grundschulen, lernen und arbeiten wir mit den Kindern in der für sie zukünftigen Umgebung. Wir möchten so Ängste und Hemmungen abbauen, damit die Kinder sich auf ihren neuen Lebensabschnitt gut vorbereitet wissen.

Für die Eltern findet in der Einrichtung, sowie in den Grundschulen ein Elternabend statt. An diesen Abenden wird alles was den Eltern auf der Seele brennt besprochen. Auch hier ist unser aller Ziel Ängste auszuräumen.

Unsere Qualifizierungen

Qualifizierung ist für uns ein unverzichtbarer Bestandteil der pädagogischen Arbeit. Daher nehmen die Kolleginnen der Einrichtung regelmäßig an Fortbildungen teil, um ihre Arbeit inhaltlich weiterzuentwickeln.